Metal Lake 2026 feiert eine starke Premiere
Nach rund 30 Jahren führte mich das erste Metal Lake zurück an den Vörder See – als offiziell akkreditierter Pressefotograf und auf Einladung von Dishonor.
Rückkehr nach Bremervörde

Nach rund 30 Jahren führte mich das erste Metal Lake zurück an den Vörder See, als offiziell akkreditierter Pressefotograf
und auf persönliche Einladung von Dishonor.
Zwischen Heimspielen, Wiedersehen und dem ersten Circle Pit der Festivalgeschichte wurde der 18. Juli 2026 zu mehr als einem gewöhnlichen Fototermin.
Als Kind war ich aus Bremervörde weggezogen, nachdem mein Vater von der Bundeswehr nach München versetzt worden war.
Bei der Rückkehr fühlte sich zunächst vieles fremd an.
Erst an bekannten Orten kamen einzelne Erinnerungen wieder.
Gegen 10 Uhr durfte ich das Gelände bereits vor den Besuchern betreten.
Der Einlass verzögerte sich später um rund eine bis eineinhalb Stunden, die Wartenden blieben jedoch entspannt.
Der Bürgermeister verteilte kurzerhand Bier, vermutlich die norddeutsche Form des Krisenmanagements.
Die Bremervöder Hafensänger eröffneten das Festival stimmungsvoll und wurden von der Crowd offen aufgenommen.
Eine besondere Rolle spielte für mich Dishornor.
Ohne die persönliche Einladung der Band wäre ich an diesem Tag vermutlich gar nicht beim Metal Lake gewesen.
Kennengelernt hatten wir uns bei einer Show in München, dass sie mich anschließend zu ihrem Heimspiel nach Bremervörde eingeladen
haben und mir für den gesamten Festivaltag einen All-Access zugang ermöglichten, war für mich alles andere als selbstverständlich.
Dadurch durfte ich die Band nicht nur während ihres Auftritts fotografieren, sondern den Tag auch hinter der Bühne miterleben.
Diese Nähe, das Vertrauen und die Möglichkeit, viele Momente abseits der eigentlichen Show festzuhalten, bedeuteten mir sehr viel.
Obwohl ich durch meine zusätzliche Akkreditierung des Veranstalters auch die weiteren Bands fotografisch begleiten konnte, lag mein
persönlicher Fokus klar auf Dishornor.
Auf der Bühne zeigte sich schnell, wie besonders dieses Heimspiel für die Band war.
Die Crowd wurde erstmals an diesem Tag richtig wild und ging von Beginn an mit.
Schließlich entstand der erste Circle Pit der noch jungen Metal-Lake-Geschichte, eine doppelte Premiere für das Festival und für Dishornor.
Energie, Bewegung und die Reaktionen des Publikums sorgten für genau die Bilder, für die ich Konzertfotografie liebe.
Vor allem aber bleibt mir in Erinnerung, dass Dishornor mir diesen gesamten Einsatz überhaupt ermöglicht hat.
Dafür bin ich der Band bis heute sehr dankbar.
Motörhell legten anschließend eine optisch starke Motörhead-Tribute-Show hin.
Bei Ancient Curse wurde es auch persönlich.
Ihren Bassisten kannte ich noch aus meiner Kindheit, denn vor rund 30 Jahren war er mein Nachbar.
Wir erkannten uns wieder und hatten ein sehr angenehmes Gespräch.
Fotografisch war Ancient Curse für mich der stärkste Auftritt, weil die Emotionen der Musiker deutlich nach außen gingen.
Victory überzeugten mit klassischer Rock-Ausstrahlung.
Danach präsentierte das Festivalteam das Plakat für 2027.
Als die Fortsetzung und Grave Digger als erste Band angekündigt wurden, tobte das Gelände.
Die ersten 300 Pre-Presale-Tickets waren am Metal-Lake-Merchstand innerhalb weniger Minuten vergriffen.
Danach folgten Freedom Call, die erst kurzfristig für Rage eingesprungen waren.
Von dieser spontanen Umbesetzung war auf der Bühne nichts zu spüren.
Die Crowd sang mit, feierte ausgelassen und war zeitweise kaum zu bremsen.
Auch fotografisch machte der Auftritt großen Spaß.
Für mich war es zugleich ein kleiner Hattrick: Bereits zum dritten Mal hatte ich Freedom Call vor der Kamera.
Meine fotografische Begleitung des Festivals endete mit diesem Auftritt; den offiziellen Abschluss übernahmen später Warlord.
Auch abseits der Bühne funktionierte die Premiere erstaunlich gut.
Das Gelände wurde gut voll, die Stimmung blieb friedlich.
Familien, ältere und jüngere Metalfans feierten gemeinsam, für Rollstuhlfahrer gab es eine eigene Tribüne.
Toiletten, Camping, Sanitätsdienst und Schattenplätze waren gut organisiert.
Die Verpflegung war vielfältig und zu fairen Preisen.
Von Nudelpfannen bis Latte Macciatto war alles dabei.
Auch vegetarische und vegane Angebote waren vorhanden.
Ein optisches Highlight war der Meet-and-Greet-Bereich auf einem Steg am See.
Dort konnten Fans die Bands treffen, Fotos machen und Autogramme holen.
See, Rauch und Pyro sorgten für eine außergewöhnliche Kulisse.
Die einzige kleine Schwäche:
Direkt am Bühnenbereich gab es kaum Sitzmöglichkeiten, diese lagen hauptsächlich weiter hinten.
Für die erste Ausgabe fällt das kaum ins Gewicht.
Das Metal Lake wirkte insgesamt erstaunlich rund und besitzt deutliches Potenzial.
Für mich war dieser Einsatz ein wichtiger Schritt in Richtung Erinnerungen auffrischen.
Gleichzeitig habe ich erneut gemerkt, wie sehr ich das Reisen, Fotografieren und die Nähe zu Menschen liebe, auf der Bühne ebenso wie davor.
2027 möchte ich sehr gerne wieder am Vörder See fotografieren.
Hell yeah.


































